Zurueck in Pokhara.......Abendstimmung mit dem Mt. Machapuchre (Fish Tail Mountain) im Hintergrund
Montag, 6. August 2007
Zurueck aus den Bergen des Annapurna Himalaya
Nach 2 wochen in den Bergen und in Pokhara bin ich nun wieder zurueck in Kathmandu und ohne grossartig durchzuatmen geht es morgen frueh direkt weiter nach Tibet. Die Fahrt von Kathmandu nach Lhasa dauert 5 Tage und der hoechste Pass, den wir ueberqueren werden ist ca. 5300m hoch. Bin echt mal gespannt wie das so wird. Die Wanderung im Annapurna Himalaya war der absolute Wahnsinn und ist eigentlich nicht in Worte zu fassen. Deswegen werde ich mal versuchen ein paar Bilder hochzuladen, denn manchmal sagen Bilder ja mehr als 1000 Worte.
Montag, 23. Juli 2007
Angekommen in Pokhara
So nun endlich mal wieder ein Lebenszeichen von mir.....Leider ist das mit dem Internet im Moment nicht so einfach, deswegen auch nur ein ganz kleines Update.......
Vor zwei Tagen bin ich in Pokhara angekommen und habe bereits viele Erfahrungen mit den netten Leeches (Blutegel) gemacht:)) Da Pokhara nur auf 800m liegt ist es hier wirklich im Moment ziemlich heiss und schwuel......Heute Nacht werde ich noch in Pokhara schalfen und morgen frueh gehts dann fuer 6-8 Tage in die Berge......leider kann ich mich in der Zeit nicht melden, aber wenn ich zureuck bin gibts bestimmt ein paar neue Bilder und einen ausfuehrlichen Bericht (solange Strom hier in der Stadt ist)
Bis blad Euer Christian
Vor zwei Tagen bin ich in Pokhara angekommen und habe bereits viele Erfahrungen mit den netten Leeches (Blutegel) gemacht:)) Da Pokhara nur auf 800m liegt ist es hier wirklich im Moment ziemlich heiss und schwuel......Heute Nacht werde ich noch in Pokhara schalfen und morgen frueh gehts dann fuer 6-8 Tage in die Berge......leider kann ich mich in der Zeit nicht melden, aber wenn ich zureuck bin gibts bestimmt ein paar neue Bilder und einen ausfuehrlichen Bericht (solange Strom hier in der Stadt ist)
Bis blad Euer Christian
Freitag, 13. Juli 2007
Traurig aber wahr!
Warum sterben viele Leute hier in Nepal???........Die Wahrheit ist leider, weil Sie kein Geld haben und es keine Krankenversicherung gibt!!! Nachfolgend sei nur ein Bespiel von vielen genannt:
Vor 4 Tagen haben wir bei einem 20 Jahre alten Maedchen, die aus sehr armen familiaeren Verhaeltnissen stammt, eine Haemorrhoidektomie vorgenommen. Bereits diese Operation musste von der Klinik aus eigener Tasche bezahlt werden, da es sich die Familie nicht leisten konnte. Uns war von Anfang an bewusst, dass die Op nicht ganz ohne Risiken sein wird, da die Patientin von Geburt an einen Herzfehler hat. Trotzdem haben wir uns fuer die Op entschlossen, da Sie aufgrund des taeglichen Blutverlustes bereits anaemisch wurde. Leider kam es nach der Operation zu einem akuten Nierenversagen und die Patientin wurde dialysepflichtig. Was das heisst war uns allen ziemlich schnell bewusst, da wir bei uns im Krankenhaus nicht die Moeglichkeit einer Blutwaesche haben. Aufgrund der finanziellen Probleme und Zahlungsunfaehigkeit der Familie hat Sie kein anderes Krankenhaus aufgenommen. Heute Mittag um 12:25Uhr ist das 20 Jahre alte Maedchen im beisein Ihrer Familie nicht gestorben, sondern aufgrund des einsetzenden Herz- und Lungenversagens elendig krepiert. Das ist hier leider der traurige Alltag.
Vor 4 Tagen haben wir bei einem 20 Jahre alten Maedchen, die aus sehr armen familiaeren Verhaeltnissen stammt, eine Haemorrhoidektomie vorgenommen. Bereits diese Operation musste von der Klinik aus eigener Tasche bezahlt werden, da es sich die Familie nicht leisten konnte. Uns war von Anfang an bewusst, dass die Op nicht ganz ohne Risiken sein wird, da die Patientin von Geburt an einen Herzfehler hat. Trotzdem haben wir uns fuer die Op entschlossen, da Sie aufgrund des taeglichen Blutverlustes bereits anaemisch wurde. Leider kam es nach der Operation zu einem akuten Nierenversagen und die Patientin wurde dialysepflichtig. Was das heisst war uns allen ziemlich schnell bewusst, da wir bei uns im Krankenhaus nicht die Moeglichkeit einer Blutwaesche haben. Aufgrund der finanziellen Probleme und Zahlungsunfaehigkeit der Familie hat Sie kein anderes Krankenhaus aufgenommen. Heute Mittag um 12:25Uhr ist das 20 Jahre alte Maedchen im beisein Ihrer Familie nicht gestorben, sondern aufgrund des einsetzenden Herz- und Lungenversagens elendig krepiert. Das ist hier leider der traurige Alltag.
Montag, 2. Juli 2007
Bodanath Stupa (buddistisches Kloster)
Familie Maskey
Stromausfall ganz normaler Alltag
Namaste,
eigentlich wollte ich schon viel frueher geschrieben haben aber leider hatten wir in den letzten Tagen immer wieder fuer mehrere Stunden am Tag keinen Strom....... das ist hier halt ganz normaler Alltag habe ich mir von K.P. sagen lassen.
Letzten Samstag hatte ich ja wieder meinen freien Tag und konnte mir so ein paar weitere Ecken in und um Kathmandu anschauen von denen ich gleich ein paar Bilder einstellen werde. So ich werde jetzt mal mein Glueck mit den Bilder versuchen..........
eigentlich wollte ich schon viel frueher geschrieben haben aber leider hatten wir in den letzten Tagen immer wieder fuer mehrere Stunden am Tag keinen Strom....... das ist hier halt ganz normaler Alltag habe ich mir von K.P. sagen lassen.
Letzten Samstag hatte ich ja wieder meinen freien Tag und konnte mir so ein paar weitere Ecken in und um Kathmandu anschauen von denen ich gleich ein paar Bilder einstellen werde. So ich werde jetzt mal mein Glueck mit den Bilder versuchen..........
Freitag, 29. Juni 2007
Die erste Woche im Krankenhaus.....
.....ist nun vorbei und ich kann nur sagen, dass ich in dieser sehr kurzen Zeit bereits eine Menge an neuen Erfahrungen gemacht habe.
Vielleicht ist es mal interessant zu schildern wie ein ganz "normaler" Arbeitstag bei mir im Moment aussieht.
Ich stehe immer gegen 6:30Uhr auf, springe kurz unter die Dusche und bekomme dann von Susma ein 1A Fruehstueck serviert (mit Toast, Eiern, Marmelade, Mango...etc.). Im Anschluss ca. um 7:30Uhr mache ich mich auf den ca. 5-6km langen Weg zur Klinik, den ich natuerlich ja ja man staune zu Fuss zuruecklege. Dieser morgendliche "Sparziergang" ist jeden Tag ein neues Abenteuer und ich bin immer wieder froh wenn ich heile und wohlbehalten an der Klinik ankomme, denn Verkehrsregeln gibt es hier naemlich mal uberhaupt nicht. Hier faehrt jeder einfach so wie er gerade lustig ist, mal rechts, mal links, mal hinten, mal vorne und das hupen darf man natuerlich auch nicht vergessen. Die Nepalis haben das HUPEN glaube ich zu einem Volkssport gemacht, ganz nach dem Motto, wer am lautesten und am meisten hupt hat die dicksten..............oder so. Nach 45min. und einem Liter ausgeschwitztem Wasser bin ich dann immer (bis jetzt zumindest) am Kathmandu Model Hospital angekommen. Dann heisst es schnell umziehen, sich ein wenig vom Ventilator trockenen lassen und ab zu Morgenbesprechung, bei der ich obwohl sie auf englisch ist kaum ein Wort verstehe....das Nepali-Englisch ist halt nicht so einfach.......Danach geht es dann mit Dr. Bejendra und Dr. Tseten (zwei super Aerzte, die ein wahnsinniges Wissen haben und mir immer sehr viel erklaeren) zur "Morning Round" oder Visite der einzelnen Wards (In einem Ward liegen immer so gegen 10-15 Patienten). Ich lerne hier wirklich die absoluten Basics und das ist auch gut so, denn was die Aerzte hier nur mit Ihrem Wissen, Stethoskop und Haenden heruasfinden ist einfach richtig cool und macht auch Spass. Dr. Bejendra nimmt sich nach jedem Patienten Zeit fuer mich, um mir die wichtigsten theoretischen Sachen nochmal zu erklaeren und die einzelnen Untersuchungen zu zeigen. Danach gehts dann meistens in den OT (Operation Theatre), den man mit unseren Ops in Deutschland natuerlich nicht vergleichen kann. Ich werde versuchen in den naechsten Tagen nochmnal ein paar Bilde hier einzustellen....nur leider dauert das hier immer Ewigkeiten.....Wir hatten in der letzten Woche, warum auch immer ca. 20 Patienten mit einer akuten Apendizitis. Ich bin der absolute Spezialist in Sachen Appendektomie geworden und darf die Operation mittlerweile unter Aufsicht eines Arztes schon selber machen. Cool wa............Wenn wir mit allen Operationen fertig sind gehen wir zum OPD (Out Patient Department) oder auf Deutsch zur Sprechstunde, in der mir sehr viele arme Menschen mit allen moeglichen Krankheiten (heute hatten wir viele Patienten mit TBC) begenen. Ich werde immer mit einem freundlichen laecheln und einem Namaste begruesst. Um 16Uhr gehts dann zur "Evening Round" oder eventuell nochmal in den ER wenn ein Notfall kommt. Gegen 17Uhr sind wir dann meistens fertig und ich kann mich ein weiteres Mal auf den abeteuerlichen Weg nach Hause machen oder in eine nette Kneipe im Thamel um ein Bier oder so zu trinken..........So das soll nun erstmal genuegen....
Morgen habe ich ja frei und werde mir wieder ein paar Sachen in und um Kathmandu anschauen. Lieben Gruss Euer Christian
Vielleicht ist es mal interessant zu schildern wie ein ganz "normaler" Arbeitstag bei mir im Moment aussieht.
Ich stehe immer gegen 6:30Uhr auf, springe kurz unter die Dusche und bekomme dann von Susma ein 1A Fruehstueck serviert (mit Toast, Eiern, Marmelade, Mango...etc.). Im Anschluss ca. um 7:30Uhr mache ich mich auf den ca. 5-6km langen Weg zur Klinik, den ich natuerlich ja ja man staune zu Fuss zuruecklege. Dieser morgendliche "Sparziergang" ist jeden Tag ein neues Abenteuer und ich bin immer wieder froh wenn ich heile und wohlbehalten an der Klinik ankomme, denn Verkehrsregeln gibt es hier naemlich mal uberhaupt nicht. Hier faehrt jeder einfach so wie er gerade lustig ist, mal rechts, mal links, mal hinten, mal vorne und das hupen darf man natuerlich auch nicht vergessen. Die Nepalis haben das HUPEN glaube ich zu einem Volkssport gemacht, ganz nach dem Motto, wer am lautesten und am meisten hupt hat die dicksten..............oder so. Nach 45min. und einem Liter ausgeschwitztem Wasser bin ich dann immer (bis jetzt zumindest) am Kathmandu Model Hospital angekommen. Dann heisst es schnell umziehen, sich ein wenig vom Ventilator trockenen lassen und ab zu Morgenbesprechung, bei der ich obwohl sie auf englisch ist kaum ein Wort verstehe....das Nepali-Englisch ist halt nicht so einfach.......Danach geht es dann mit Dr. Bejendra und Dr. Tseten (zwei super Aerzte, die ein wahnsinniges Wissen haben und mir immer sehr viel erklaeren) zur "Morning Round" oder Visite der einzelnen Wards (In einem Ward liegen immer so gegen 10-15 Patienten). Ich lerne hier wirklich die absoluten Basics und das ist auch gut so, denn was die Aerzte hier nur mit Ihrem Wissen, Stethoskop und Haenden heruasfinden ist einfach richtig cool und macht auch Spass. Dr. Bejendra nimmt sich nach jedem Patienten Zeit fuer mich, um mir die wichtigsten theoretischen Sachen nochmal zu erklaeren und die einzelnen Untersuchungen zu zeigen. Danach gehts dann meistens in den OT (Operation Theatre), den man mit unseren Ops in Deutschland natuerlich nicht vergleichen kann. Ich werde versuchen in den naechsten Tagen nochmnal ein paar Bilde hier einzustellen....nur leider dauert das hier immer Ewigkeiten.....Wir hatten in der letzten Woche, warum auch immer ca. 20 Patienten mit einer akuten Apendizitis. Ich bin der absolute Spezialist in Sachen Appendektomie geworden und darf die Operation mittlerweile unter Aufsicht eines Arztes schon selber machen. Cool wa............Wenn wir mit allen Operationen fertig sind gehen wir zum OPD (Out Patient Department) oder auf Deutsch zur Sprechstunde, in der mir sehr viele arme Menschen mit allen moeglichen Krankheiten (heute hatten wir viele Patienten mit TBC) begenen. Ich werde immer mit einem freundlichen laecheln und einem Namaste begruesst. Um 16Uhr gehts dann zur "Evening Round" oder eventuell nochmal in den ER wenn ein Notfall kommt. Gegen 17Uhr sind wir dann meistens fertig und ich kann mich ein weiteres Mal auf den abeteuerlichen Weg nach Hause machen oder in eine nette Kneipe im Thamel um ein Bier oder so zu trinken..........So das soll nun erstmal genuegen....
Morgen habe ich ja frei und werde mir wieder ein paar Sachen in und um Kathmandu anschauen. Lieben Gruss Euer Christian
Sonntag, 24. Juni 2007
Ein paar Gedanken zur Situation in Nepal
Nepal gehoert zu einem der aermsten Laendern der Welt und es herrscht eine große Wohlstandskluft zwischen der Stadt- und Landbevölkerung. Mehr als die Hälfte der 28 Millionen Nepalesen sind Analphabeten. 70 % der Bevölkerung werden von dem brahmanisch beherrschten Kastensystem nicht als gleichwertig anerkannt. Die Diskriminierung und Ausbeutung von Minderheiten, unteren Kasten und Kastenlosen, Frauen und Kindern ist immer noch, trotz Schutz durch die Verfassung, weit verbreitet und mit ein Grund für die kriegsähnliche Situation im Land. Allein in Nepal werden jährlich etwa 20 000 Mädchen zwischen acht und 18 Jahren verkauft. Sie landen im Sexgewerbe, meistens in indischen Bordellen. Das durchschnittliche Monatseinkommen eines Nepalis liegt ca. bei 40 Euro (wenn ueberhaupt) und davon muss meistens eine ganze Familie ernaehrt werden, folglich sind Unterernaehrung keine Seltenheit hier. Die meisten Kinder gehen nicht zur Schule sondern muessen arbeiten um der Familie noch ein paar Rupis dazu zu verdienen.
Die ganze Situation hier geht mir schon ziemlich nah, vorallem wenn ich als "reicher Westler" morgens auf dem Weg zum Krankenhaus durch die Strassen gehe und die Kinder barfuss durch den Dreck gehen und mit grossen Augen auf meine Turnschuhe schauen. Es ist mir wirklich unangenehm die Sachen zu tragen die ich habe.......Ich glaube, dass wir manchmal garnicht wissen wie gut es uns eigentlich geht. Selbst dem aermsten Deutschen gehts es immer noch besser als den Leuten hier. Aber trotz dieser Armut haben die Leute Ihr Lachen und Ihre Freundlichkeit nicht verloren. Auf dem Weg zur Arbeit gruesst mich fast jeder, laechelt mich an und fragt auf englisch wie es mir geht.......Davon koennten WIR uns ruhig ein wenig abschauen........
Naamaaste Euer Christian
Die ganze Situation hier geht mir schon ziemlich nah, vorallem wenn ich als "reicher Westler" morgens auf dem Weg zum Krankenhaus durch die Strassen gehe und die Kinder barfuss durch den Dreck gehen und mit grossen Augen auf meine Turnschuhe schauen. Es ist mir wirklich unangenehm die Sachen zu tragen die ich habe.......Ich glaube, dass wir manchmal garnicht wissen wie gut es uns eigentlich geht. Selbst dem aermsten Deutschen gehts es immer noch besser als den Leuten hier. Aber trotz dieser Armut haben die Leute Ihr Lachen und Ihre Freundlichkeit nicht verloren. Auf dem Weg zur Arbeit gruesst mich fast jeder, laechelt mich an und fragt auf englisch wie es mir geht.......Davon koennten WIR uns ruhig ein wenig abschauen........
Naamaaste Euer Christian
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